UGC vs. High-Gloss: Der richtige Mix für deine Ads

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Es ist das teuerste Missverständnis im Marketing 2026: Marken investieren Tausende Euros in Imagefilme, die auf Social Media niemand ansieht. Gleichzeitig filmen Creator mit dem iPhone Millionenumsätze. Ist High-End also tot? Nein. Man muss nur wissen, wann man welche Waffe zieht.

Wir haben es oft genug gesehen. Ein Kunde kommt zu uns mit einem wunderschönen, cineastischen Imagefilm. Drohnenflüge, langsame Kamerafahrten, dramatische Musik. Ein Meisterwerk. Wir schalten Ads darauf. Das Ergebnis? Ernüchternd. Dann nehmen wir das Smartphone, filmen das Produkt wackelig am Küchentisch, klatschen Text-Overlays drauf – und der ROAS (Return on Ad Spend) explodiert.

Warum ist das so? Und warum wir trotzdem nicht aufhören, High-End-Content zu produzieren.

Das Phänomen „Ad Blindness“

Auf TikTok, Instagram und Shorts haben Nutzer einen eingebauten „Werbe-Blocker“ im Gehirn entwickelt. Sobald ein Video nach Fernsehwerbung aussieht (perfektes Licht, Studio-Setting, Models), swipen wir weiter. Es wirkt fremd im Feed. Es schreit: „Ich will dir etwas verkaufen!“

UGC (User Generated Content) ist das Gegengift. Es sieht aus wie der Content eines Freundes. Es ist „native“.

  • Der Vorteil: Es stoppt den Scroll. Es baut Vertrauen auf, weil es authentisch wirkt („Show, don’t tell“).
  • Der Einsatzort: Top of Funnel (TOF). Um kalte Zielgruppen anzusprechen, die deine Marke noch nicht kennen, gewinnt fast immer das Handy-Video. Hier zählt die Story und der Hook, nicht die Pixelanzahl.

Wann High-Gloss unverzichtbar ist

Wenn UGC so gut funktioniert, warum dann noch Kameras für 20.000 € auspacken? Warum produzieren wir für Kunden wie SEG Kapital oder XiTrust hochpolierte Videos?+1

Weil Authentizität Grenzen hat. Ein Handy-Video holt die Aufmerksamkeit. Aber ein High-Gloss-Video holt das Vertrauen in die Qualität.

Niemand kauft eine 500.000 € Immobilie oder bucht eine High-Ticket-Dienstleistung, nur weil ein Influencer freundlich in die Kamera winkt. An einem gewissen Punkt im Funnel fragt sich der Kunde: „Ist das eine seriöse Firma? Haben die Budget? Ist das Produkt wertig?“

Hier kommt High-Gloss ins Spiel:

  • Retargeting: Der Kunde kennt dich schon (durch UGC). Jetzt zeigst du ihm das Produkt in seiner vollen Schönheit. Close-Ups, Sound-Design, Perfektion.
  • Branding: High-End-Content lädt die Marke emotional auf und rechtfertigt höhere Preise. Es signalisiert: Wir sind Marktführer.

Die Webformance-Formel: Das 80/20-System

Wir glauben nicht an „Entweder-oder“. Wir glauben an den richtigen Mix im System. Für eine skalierbare Kampagne 2026 empfehlen wir oft folgende Struktur:

  1. Die Front (80% des Contents): UGC & Lo-Fi Schnelle Schnitte, Hooks, Trends. Gefilmt mit dem Smartphone oder leichten Kameras. Ziel: Klicks generieren, Traffic günstig einkaufen, Aufmerksamkeit saugen. (Perfekt zu sehen an unseren Projekten wie Gogi Go oder Fundamentals: Hier muss der Vibe stimmen, nicht die Ausleuchtung.)+1
  2. Der Rücken (20% des Contents): High-Gloss & Branding Auf der Website, im Retargeting und in der Produktpräsentation. Hier muss jeder Pixel sitzen. Das ist der Moment, in dem aus dem „Interessenten“ ein „Käufer“ wird, der bereit ist, Premium-Preise zu zahlen.

Fazit: Das Werkzeug muss zur Aufgabe passen

Man schlägt keinen Nagel mit einem Schraubenzieher ein. Wer auf Social Media kalt akquiriert, muss die Sprache der Plattform sprechen (UGC). Wer Überzeugung und Markenwert aufbauen will, braucht die Ästhetik von Qualität (High-Gloss).

Erfolgreiche Marken beherrschen beides. Sie sind laut und wild im Feed, aber seriös und exzellent im Abschluss.

Wir helfen dir, diesen Mix zu finden.

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